Honiglebkuchen mit Brennnesselsamen – Winterduft aus Kindheitstagen 

Honiglebkuchen mit Brennnesselsamen – Winterduft aus Kindheitstagen

Heute zaubere ich mir diesen Duft wieder in die Küche – mit meinem Lieblingsrezept für Honiglebkuchen mit Brennnesselsamen.
Heute zaubere ich mir diesen Duft wieder in die Küche – mit meinem Lieblingsrezept für Honiglebkuchen mit Brennnesselsamen.

Jedes Jahr, wenn der Dezember naht, erinnere ich mich an den würzigen Duft von Lebkuchen, der durch unsere Küche zog. Schon als Kind habe ich das warme Aroma geliebt, das sich mit Zimt, Nelken und Kardamom vermischte. Heute zaubere ich mir diesen Duft wieder in die Küche – mit meinem Lieblingsrezept für Honiglebkuchen mit Brennnesselsamen.

Der Honiglebkuchen ist nicht nur köstlich, sondern auch ideal für den Winter: Er hält sich sehr lange und begleitet mich auf meinen Wintertouren im Rucksack. Mit einer Tasse heißen Tee wird er zu einem kleinen, wärmenden Ritual unterwegs.

Die Geschichte des Lebkuchen

Bereits in der Antike diente der Lebkuchen als Opfergabe an die Götter. Forscher gehen davon aus, dass der Lebkuchen seinen Namen vom lateinischen „libum“ hat. Das bedeutet, Flachkuchen, Fladen oder Opferkuchen. Etwa ab dem 12. Jahrhundert übernahmen eigene Zünfte die Herstellung. Das würzige Gebäck wurde vor allem in Klöstern gebacken, weil es gesundheitsfördernd, heilend und appetitanregend galt und besonders in der Fastenzeit genossen werden durfte. Erst im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Lebzelterei zu einem Gewerbe, es entstanden richtige Lebkuchenzentren wie zum Beispiel in Nürnberg und Mariazell.

Und, die Brennnesselsamen sorgen für die grüne Kraft.

Zutaten (für ca. 30 Stück)

  • 600 g Roggenmehl
  • 20 g Natron
  • 4 EL Lebkuchengewürz (Kardamom, Sternanis, Zimt, Piment, Ingwer, Nelken)
  • 1 EL Brennnesselsamen
  • 1 Ei
  • 400 g Honig
  • 100 g Rohrzucker
  • 1/8 l Wasser
  • 150 g Butter
  • Abrieb einer Bio-Zitrone

Zum Verzieren:

  • Mandeln, Haselnüsse oder Rosinen
  • 1 Ei (zum Bestreichen)
  • Optional: Zuckerschrift „Schnirleis“ – 1 Eiklar mit 16 dag Staubzucker steif schlagen

 

Zubereitung

  1. Mehl mit Natron, Lebkuchengewürz und Brennnesselsamen mischen.
  2. Eier, zerlassene Butter, Wasser, Rohrzucker und Honig schaumig rühren, dann mit den trockenen Zutaten zu einem Teig verarbeiten.
  3. Den Teig mindestens 2 Stunden rasten lassen – besser 1 Tag.
  4. Teig ca. ½ cm dick ausrollen und mit Ausstechformen Lebkuchen ausstechen.
  5. Mit Mandeln, Haselnüssen oder Rosinen belegen und mit dem versprudelten Ei bestreichen und bei 160 ° C ca. 10 min backen.
  6. Ein Backblech dünn mit Butter ausstreichen und die Lebkuchen bei 180 °C im vorgeheizten Ofen backen, bis sie goldbraun sind.

 

Lebkuchenteig mit Brennnesselsamen
Lebkuchenteig mit Brennnesselsamen
Lebkuchen mit Brennnesselsamen sind bei meinem Wintertouren dabei
Lebkuchen mit Brennnesselsamen sind bei meinem Wintertouren dabei
Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten und eine Stunde rasten lassen
Teig verarbeiten und eine Stunde rasten lassen
Lebkuchen mit der grünen Power und seine Spuren in den Schnee ziehen ... Herz, was willst du mehr ?
Lebkuchen mit der grünen Power und seine Spuren in den Schnee ziehen ... Herz, was willst du mehr ?
Ohh, du schöne Winterzeit ....
Ohh, du schöne Winterzeit ....

Tipp für mürbe Lebkuchen:
Einen Apfel, in Butterpapier gewickelt, in die Keksdose legen – die Lebkuchen werden nach einigen Tagen wunderbar weich und aromatisch. Es Duftet herrlich beim Öffnen der Dose!

Zum Verzieren eine Zuckerschrift („Schnirleis“):
Eiklar mit Staubzucker so lange schlagen, bis eine dickflüssige, weiße Masse entsteht. In einen Spritzsack (mit feiner Tülle) füllen und die Lebkuchen nach Lust und Laune verzieren.

Gutes Gelingen!

 

Mein Winterbegleiter

Dieser Honiglebkuchen ist für mich mehr als nur ein Rezept. Er erinnert an meine Kindheit, an gemütliche Stunden in der warmen Küche und an den Zauber des Winters. Heute ist der würzige Lebkuchen ebenfalls in der Winterszeit meine süße Begleitung zu Tee oder Kaffee.

Auf meinen Wintertouren ist der mürbe Lebkuchen in der Keksdose im Rucksack dabei. Mit einem heißen Tee in der Thermosflasche wärmen mich die Gewürze und das Aroma – ein kleines Stück Wärme, egal wo ich unterwegs bin.